Was ist Cannabis?

Die Cannabispflanze ist zu sehen -doch, was ist Cannabis genau? Diese Frage klären wir in diesem Beitrag. Foto:kym-mackinnon-9FLYDnEdKY0-unsplash
Was genau ist Cannabis und warum wird über diese Pflanze so viel diskutiert?

Die wohl berühmteste Pflanze der Welt

Über keine Pflanze wird in den Medien so viel gesprochen und diskutiert wie über die Cannabispflanze. Es gibt viele unterschiedliche Studien und Meinungen über die Wirkung und den Nutzen dieser Pflanze. Doch trotzdem wird sie von vielen negativen Vorurteilen begleitet. Doch warum? Was ist Cannabis genau?

Hier findest du eine Zusammenfassung wissenswerter Fakten zu dem Thema: was ist Cannabis. Doch wie es sich für eine gut sortierte Bibliothek gehört, findest du zu den verschiedenen Themen weitere interessante und tiefgründigere Beiträge auf diesem Blog, der Cannabibliothek. 

Was ist Cannabis?

Die Hanfpflanze mit dem wissenschaftlichem Namen Cannabis kommt aus einer Gattung der Familie Canabaceae, aus der zum Beispiel auch der Hopfen kommt. Sie wird im Allgemeinen in drei Sorten unterteilt: sativa- der gewöhnliche Hanf, indica– der indische Hanf und ruderalis. Diese drei Sorten unterscheiden sich in ihrem Aussehen, ihrer Herkunft und in ihrer Wirkung. 

Soweit, so gut. Wir wissen also Cannabis ist eine Hanfpflanze. Doch warum wird sie von dem einen Teil der Menschheit so gehyped und von dem anderen verachtet? Das liegt vor allem an der Wirkung der Cannabinoide auf den menschlichen Körper und an ihrer Vorgeschichte, welche sie zur illegalen Droge machte. 

Die Cannabinoide

Die Wirkung die Cannabis auf den menschlichen Organismus hat, um genau zu sein auf das Endocannabinoidsystem, wird von den Inhaltsstoffen der Pflanze beeinflusst. Diese Inhaltsstoffe sind zum einen Terpene, Trichome und die Cannabinoide. Es gibt über 100 verschiedene Cannabinoide die derzeit stark erforscht werden. Die bekanntesten sind zum einen Tetrahydrocannabinol, kurz THC und Cannabidiol, CBD. THC hat eine berauschende Wirkung auf den Körper, weshalb der Konsum in den meisten Ländern illegal ist. Doch das war nicht immer so. Jahrhunderte lang galt Cannabis als nützliche Pflanze, im alten China sogar als heilig. Doch was ist dann passier? Warum wurde Cannabis illegal?

Die Geschichte 

Vor tausenden Jahren galt Hanf in China als heilige Pflanze. Die stabile Faser wurde zur Herstellung von Kleidung, Seilen und Fischernetzen genutzt. Die Samen und das Öl verwendeten die Menschen zum Kochen und zur Herstellung von Lampenöl. Aber auch als Arznei hatte sie einen guten Ruf bei Krämpfen, Entzündungen und Geschwüren. Dieser breit gefächerte Einsatz machte die Pflanze weltweit sehr wertvoll. Ärzte, Mönche und die bekannte Klosterschwester Hildegard von Bingen überlieferten Rezepturen verschiedenster Heilcremes und Tinkturen die Cannabis beinhalteten. Erst viel später wurde das Kraut als Rauschmittel genutzt. Doch auch das wurde Jahrhundertelang akzeptiert und galt in manchen Regionen sogar als Vertragsbesiegelung bei Verhandlungen (die Friedenspfeife). 

Warum wurde diese heilige Pflanze illegal?

Erst in den 1940er Jahren begann in den USA ein strenger Feldzug gegen die Cannabispflanze. Harry J. Asslinger war der Anführer, der verstärkt gegen den Einsatz von Cannabis vorging und zu dessen Illegalisierung beitrug. Die Pflanze wurde damals mit vielen Straftaten in Verbindung gebracht und erhielt den Ruf den Konsumenten in den Wahnsinn zu treiben. Der Konsum  wurde somit fast weltweit illegal. In China konnte man sogar zum Tode verurteilt werden, wenn man unter bestimmten Voraussetzungen mit Cannabis erwischt wurde. Daher assoziieren heute noch viele Menschen die Hanfpflanze mit etwas Negativem. Und natürlich gilt sie noch immer als Einstiegsdroge, dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. 

Doch die Verfechter von Cannabis gaben sich mit dieser Verurteilung nicht zufrieden und starteten einen jahrelangen Kampf um die Pflanze wieder in der Welt der Medizin zu etablieren. 

Die heutige Gesetzesregelung

In vielen Teilen der Welt wurde Hanf entweder als Arznei oder vereinzelt für den Freizeitkonsum wieder legalisiert. So auch in Deutschland. Seit 2017 gilt das Gesetz, dass Ärzt*innen Cannabis unter bestimmten Voraussetzungen und in verschiedenen Formen zur medizinischen Behandlung verschreiben dürfen. Dafür mussten einige Gesetze geändert und umgeschrieben werden. 

Die Gesetzeslage in Deutschland ändert sich derzeit. Durch die neue Koalition und deren Versprechen, hoffen viele Cannabisfans, dass die Legalisierung bis 2024 auch hierzulande erlassen wurde. 

eine Cannabispflanze mit grünem Hintergrund ist zu sehen.
Die wohl begehrteste Pflanze der Welt- Cannabis. Foto: Jakub Matyas auf Unsplash

Cannabis als Medizin

Es gibt einige Erkrankungen die unter anderem Voraussetzung dafür sind, dass Ärzte Cannabis auf Rezept verschreiben dürfen. Das kann jeder praktizierende Arzt tun, jedoch keine Zahn- und Tierärzte. Für eine cannabisbasierte Therapie wird es als Fertigarznei eingenommen, die Blüten geraucht oder das Extrakt verabreicht. Die derzeit bekannteste Arznei ist Dronabinol. Um Nebenwirkungen zu minimieren oder sogar zu vermeiden, benötigt man eine relativ lange Eindosierungsphase.

Medizinalcannabis ist meistens ein Hybrid aus den verschiedenen Sorten und wird unter strengsten Bedingungen, mittlerweile auch in Deutschland, angebaut.

Anbau und Zucht

Da CBD keinerlei berauschende Wirkung auf den menschlichen Körper hat, kann man CBD -haltige Öle und Cremes legal kaufen. Doch nach wie vor ist sowohl der Anbau und die Zucht von Cannabis für den Eigenbedarf und Verkauf illegal. Solltest du dich doch dazu entscheiden dich als Grower zu versuchen, ist der geeignete Standort die erste Entscheidung die du fällen musst. Des weiteren musst du dir klar sein wie groß dein Ertrag sein soll, denn daraus schließt sich ob du einen grow-room oder einen grow- Schrank nutzt. Die wichtigsten Anschaffungen hierfür findest du in der Einkaufsliste. Weitere interessante Beiträge zum Indoor growing kannst du in der Kategorie Anbau und Zucht nachlesen. 

 

 

Quelle: aus dem Wissensschatz von Mila Grün 

Verfasst von
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