Nebenwirkungen von CBD

Hier sind verschiedene Braunfläschchen und eine Tigel mit Creme und einem Hanfblatt darauf zu sehen. Die Nebenwirkungen von CBD Produkten sind möglich.
Nebenwirkungen von CBD

Welche CBD-Produkte gibt es?

Allgemein kann man CBD nicht, wie beispielsweise Medikamente, überdosieren. Viele Menschen vertragen hohe Dosen problemlos. Nebenwirkungen von CBD kommen nur äußerst selten zum Tragen und meist nur nach wirklich viel zu hohen Dosierungen.

Bevor man auf Neben- und Wechselwirkungen eingeht, muss man sich mit den verschiedenen Darreichungsformen von CBD beschäftigen. CBD ist bekanntlich ein Cannabinoid der Hanfpflanze, das überwiegend aus EU-zertifiziertem Nutzhanf gewonnen wird. Dieser Nutzhanf wird bereits mit niedrigem THC-Gehalt gezüchtet und solange die Produkte später keinen höheren THC-Anteil von 0,2% vorweisen, können sie innerhalb der EU legal verkauft werden.

Im Folgenden werden zunächst CBD-Produkte aufgezählt und erklärt, bei welchen eine Überdosierung möglich ist. Mit dem Begriff ist allerdings keine klassische Überdosierung gemeint, sondern lediglich eine überhöhte Dosis, die Nebenwirkungen hervorrufen könnte.

Die beliebtesten CBD Produkte

CBD Kosmetik in Form von Öl. Foto: Crystalweed auf Unsplash
CBD Kosmetik in Form von Öl.

CBD-Öl: Das mit Abstand populärste Produkt wird aus einem Hanfextrakt der Cannabisblüte gewonnen und in einem Trägeröl (z.B. MCT- oder Olivenöl) gebunden. Oft sind in CBD-Ölen auch andere Cannabinoide und Stoffe, wie Vitamine, enthalten. CBD-Öle werden oral eingenommen und eine Überdosierung ist dadurch generell möglich.

CBD-Kosmetika: Salben und Cremes mit CBD sind gut für verschiedenste Hautprobleme geeignet und lassen sich gezielt auf den betroffenen Stellen anwenden. Eine Überdosierung ist hier kaum möglich. Bei allergischen Reaktionen oder ähnlichem sollte der Gebrauch umgehend eingestellt werden.

CBD-Blüten: Hierbei handelt es sich um getrocknete oder ausgewaschene Hanfblüten, die geraucht oder vaporisiert werden können. Eine falsche Dosierung ist prinzipiell möglich, da je nach Stärke der Blüten und Zusätzen (z.B. Tabak, Trimm, Harz) der CBD-Konsum schlecht eingeschätzt bzw. dosiert werden kann.

CBD-Tee: Wird größtenteils auch aus Nutzhanf hergestellt und wie klassischer Tee mittels heißen Aufguss zubereitet. Auch hier fällt eine genaue Dosierung nicht leicht, und eine Überdosierung kann theoretisch durch übermäßigen Verzehr hervorgerufen werden. Im Allgemeinen wird CBD-Tee aber als ungefährlich eingestuft, da in den meisten Produkten nur geringe Mengen an CBD enthalten sind.

CBD-Kapseln: Unter CBD-Kapseln versteht man Weichgel- oder Gelatinekapseln, die eine festgelegte Menge CBD enthalten. Manche enthalten Oliven-, Kokosnuss- oder Hanföl, andere sind mit weiteren Mineralien und Vitaminen angereichert. Durch genaue Angaben des Herstellers kann man hier sehr gut kontrollieren wieviel CBD man aufnimmt.

CBD-Lebensmittel: Immer beliebter werden auch CBD-Produkte in Form von Drinks, Schokolade, Kaugummi, Gummibärchen uvm., die so genannten Edibles. Eine Überdosierung ist hier theoretisch möglich, wobei viele Produkte einen sehr geringen Anteil CBD aufweisen. Der ursprüngliche Nutzen von CBD rückt dabei auch oft in den Hintergrund.

Wie sicher sind CBD-Produkte?

Welche Richtlinien gibt es?

Das größte Problem der CBD-Branche ist noch immer, dass CBD-Produkte nicht offiziell als Lebensmittel zugelassen sind. Die meisten Produkte werden derzeit als Aromaprodukte verkauft und der Konsum darf bei diesen seitens des Vertreibers nicht empfohlen werden.

Aktuell gibt es über 20 Gerichtsurteile, die die Sicht der Behörden bestätigen, dass es sich bei CBD und Hanfextrakten um neuartige Lebensmittel handelt, welche einer Zulassung bedürfen. Diese Verfahren ziehen sich seit der Zulassung durch die EU ohne nennenswerte, positive Ergebnisse für die Befürworter von CBD.

Den Verkauf von Lebensmitteln, also auch Produkten mit CBD, überwachen in Deutschland die jeweils zuständigen Länder. Teils wurden schon Produkte vom Markt genommen und immer wieder beginnen neue Gerichtsverhandlungen. Bis zur einzelnen Entscheidung dieser Prozesse bleiben die Produkte jedoch meist im Verkauf.

Im Jahr 2018 hat die WHO (World Health Organisation) CBD als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und spricht sich für einen kontrollierten Verkauf aus. Im offiziellen Bericht schreibt die Organisation dazu:

„CBD ist im Allgemeinen gut verträglich mit einem guten Sicherheitsprofil“.

Wie erkenne ich gute Qualität?

Viele CBD-Händler legen ihre Herstellungsmethoden offen bzw. woher der Nutzhanf stammt. Transparente Unternehmen tun dies bewusst, um das Vertrauen ihrer Kunden zu gewinnen.

Zudem lassen professionelle CBD-Shops regelmäßig Analysen ihrer Produkte bei unabhängigen Laboren durchführen, um sicher mitteilen zu können, welche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind. Leider kam es aber in der Vergangenheit öfter auch zu Fälschungen dieser Zertifikate.

Eine weitere Möglichkeit ist die Durchsicht von Produkt- und Shopbewertungen bzw. Empfehlungen von vertrauenswürdigen Personen. Bewertungen von unabhängigen Portalen ermöglichen zudem den Käufern frei zu kommunizieren, wie sie das Produkt und den Konsum bewerten. So können sich Neukunden ein gutes Gesamtbild des Vertreibers und seiner Produkte machen.

Nebenwirkungen von CBD- welche gibt es?

CBD hat fast ausschließlich in hohen Dosen unerwünschte Nebenwirkungen. Einem Forschungsbericht zufolge sind CBD-Dosen von bis zu 1500mg/ Tag bei Menschen gut verträglich. Jedoch muss bei jedem Menschen hinsichtlich Masse, Gewicht und Gemütszustand differenziert werde, wie sich eine hohe Dosis zusammensetzt.
Die Nebenwirkungen ähneln stark denen von THC und verlaufen nicht tödlich.

eine Frau ist zu sehen, die im Bett sitzt und sich den Kopf hält.
Übelkeit als mögliche Nebenwirkung

Die häufigsten Nebenwirkungen von CBD sind folgende:
• Schwindel
• Mundtrockenheit
• Übelkeit
• Erschöpfung/ Müdigkeit
• Erbrechen
• Durchfall
• Schlaflosigkeit
• Gedächtnisbeeinträchtigungen

Medikamente und CBD

CBD und körpereigene Enzyme beeinflussen sich gegenseitig, wobei einige auch bei der Metabolisierung von Medikamenten mitwirken. Durch diesen angepassten Stoffwechsel wirken Medikamente unter Umständen anders als gedacht.
Forschungen haben gezeigt, dass CBD die Aktivität bestimmter Cytochrom-P450-Enzyme verstärken kann. Diese Erkenntnisse legen nahe, dass CBD den Abbau anderer Arzneimittel entweder erhöht oder verringert, je nach Medikament und verabreichten Dosis.Auch bei Medikamenten, die mithilfe der Enzyme CYP3A4 und CYP2D6 metabolisiert werden, sind ungewünschte Nebenwirkungen möglich.

Da Medikamente dieser Sorte häufig bei Herzkrankheiten und Bluthochdruck sowie bei Antidepressiva und Cholesterinsenkung eingesetzt werden, muss die Einnahme von CBD hier unbedingt mit dem Arzt abgestimmt werden!
Derzeit sind folgende Medikamente bekannt, die nicht in Verbindung mit CBD oder THC eingenommen werden sollten:

  • Pantoprazol
  • Omeprazol
  • Marcumar
  • Warfarin
  • Diclofenac
  • Risperidon
  • Haloperidol
  • Clobazam

CBD während der Schwangerschaft

Aktuell herrscht noch Uneinigkeit darüber, ob schwangere und stillende Frauen CBD konsumieren sollten. Eine im Jahr 2019 durchgeführte Studie gibt Hinweise darauf, dass sich CBD und THC negativ auf das Wachstum von im Entwicklungsstadium befindlichen Embryos auswirken könnte.
Da der aktuelle Forschungsstand auf diesem Gebiet noch nicht so vorangeschritten ist, dass man eine sichere Aussage treffen könnte, ist in jedem Fall von CBD und insgesamt von Cannabis-Konsum während der Schwangerschaft abzuraten!

Fazit

Die in diesem Beitrag aufgeführten Nebenwirkungen beruhen auf Erfahrungsberichten von Konsumenten und wurden meist nach zu hohen Dosierungen hervorgerufen. Längere Studien zu Nebenwirkungen liegen derzeit noch nicht vor. Somit kann nicht sicher gesagt werden, ob die Nebenwirkungen rein durch das CBD ausgelöst wurden oder durch eine Wechselwirkung mit anderen Stoffen oder Medikamenten.

Es lässt vermuten, dass auch individuelle Reaktionen bei Konsumenten zum Tragen kommen, und allergische Reaktionen lassen sich ebenfalls nicht ausschließen. Generell ist zu empfehlen mit einer niedrigen Dosierung zu starten und diese langsam zu erhöhen, bis die gewünschten Effekte spürbar sind. Sollten sich leichte Nebenwirkungen einstellen, sollte die Dosierung herabgesetzt und auf keinen Fall erhöht werden.

Anwender, die zusätzlich Medikamente einnehmen, sollten die Einnahme von CBD-haltigen Produkten in jedem Fall mit dem Arzt oder Apotheker absprechen, um ungewünschte Nebeneffekte zu verhindern.

 

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Quellen:
L. Leinow und J. Birnbaum (2020): Heilen mit CBD; riva, S.115-125
https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/cbdoel-legal-auf-dem-markt-37660#:~:text=Laut%20Bundesamt%20f%C3%BCr%20Verbraucherschutz%20und,sind%20zum%20Verzehr%20nicht%20geeignet.
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/vorsicht-bei-lebensmitteln-mit-dem-hanfinhaltsstoff-cannabidiol-cbd-43455
https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/wirkstoffe/sind-cbd-produkte-gefaehrlich-843301.html

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