Hilfe bei Cannabissucht

Das Wort Hilfe ist in rot zu sehen, gelegt von Tabletten. Daneben sieht man leere Fläschen und Pillen liegen in schwarz-weiß. Einige Menschen sehen nicht, dass sie an einer Cannabissucht leiden.
Wenn aus Spaß Ernst wird. Foto: Dennis Skley auf Unsplash.

Wir, das Team der Cannabibliothek, haben es uns zur Aufgabe gemacht alle möglichen und wichtigen Informationen über die Cannabispflanze zu sammeln und in einem Blog zu veröffentlichen. Wir möchten dabei aber nichts verharmlosen. Darum ist es uns wichtig darüber aufzuklären, dass man in eine Cannabissucht rutschen kann. Und uns ist auch wichtig zu betonen: dafür muss man sich nicht schämen. Suchtverhalten ist ein ganz typisches menschliches Verhalten. Unser Alltag ist stressig, der Druck und die Anforderungen sind groß. Zum Glück gibt es Möglichkeiten um zu entspannen und um runter zu kommen, aber es ist stets wichtig auf die Menge und das Maß zu achten. 

Wenn du das Gefühl hast, an einer Cannabissucht zu leiden oder wenn du jemanden kennst, dessen Konsum du nicht mehr “normal” findest, dann hole bitte Hilfe. Niemand muss sich dafür schämen, es ist wichtig nach vorne zu blicken und nicht aufzugeben. 

Hilfe bei Cannabissucht 

Für viele Menschen gehört das gelegentliche Rauchen eines Joints zur Entspannung oder zum gemütlichen Beisammensein mit Freunden und Bekannten dazu. Auch auf Partys ist es nicht selten, dass mehrere Joints die Runde drehen und zur Lockerung der Stimmung beitragen. Vom illegalen Aspekt und den Nebenwirkungen abgesehen, ist es wichtig ein bestimmtes Maß einzuhalten. Denn (THC-haltiges) Cannabis kann süchtig machen. 

Der Konsum von Cannabis bringt viele positive Merkmale mit sich, aber manche Menschen haben mit Problemen und Erkrankungen zu kämpfen, die ihnen vielleicht gar nicht bewusst sind oder die sie bewusst verdrängen möchten. Dann nutzen sie die berauschende Wirkung oft zu einer Flucht aus dem Alltag, den sie ohne das Kraut evtl. nicht mehr bewältigen könnten. Und dann wird es gefährlich. Ganz leicht rutscht man dann in eine Sucht hinein und man schafft es ohne das benebelte Gefühl nicht mehr. Man möchte die Probleme nicht sehen und der Realität entfliehen. 

Was ist eine Sucht?

Der psychosozialen Definition zufolge ist Sucht ein “unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Glücks-, Erlebnis- oder Bewusstseinszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstands untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung der Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und die sozialen Chancen des Individuums.”

Merkmale für eine Cannabissucht 

Du solltest also immer darauf achten wie es dir geht wenn du Cannabis konsumierst und vor allem, wie viel du davon konsumierst. Ist es eine Ausnahme oder schon die Regel? Auch die Beweggründe für deinen Konsum sind wichtig. Schaffst du es, dein Leben und deinen Alltag ohne einen Joint oder Ähnlichem zu bewältigen? Ist es dir möglich, ohne Gras den Abend zu verbringen?

Oder kreisen deine Gedanken dann nur um das eine? Kannst du auch einschlafen wenn du nicht bekifft bist? Verbringst du genügend Zeit mit Freunden und deiner Familie? Hast du ein soziales Leben, ein soziales Umfeld, dass nichts mit Kiffen zu tun hat? Gehst du regelmäßig, und vor allem nüchtern in die Arbeit oder in die Schule? Vielleicht äußern deine Eltern oder ein Freund*eine Freundin ja schon Sorge über deinen Konsum, nimm ihre Sorgen ernst! Denn aus Spaß kann schnell eine Cannabissucht werden.

Hier bekommst du Hilfe 

Wenn du merkst dir entgleitet dein Konsum, und du kommst da alleine nicht mehr raus, dann schäm dich nicht und hol dir professionelle Hilfe. Es gibt viele Anlaufstellen, die dir Helfen aus deiner Cannabissucht raus zu kommen. 

Wenn du deinen Cannabiskonsum reduzieren oder beenden möchtest, informiere dich beispielsweise unter www.drugcom.de, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auf der Seite ist ein Projekt zu finden, das sich “Quit the Shit” nennt (www.quit-the-shit.net), eine Informations-und Beratunggsstelle speziell für Cannabiskonsumenten, die professionelle Hilfe suchen.

Oder auf der Homepage der Deutschen Haupthilfe für Suchtfragen e.V. kannst du nach einer passenden Suchtberatungsstelle in deiner Nähe suchen: https://www.dhs.de/einrichtungssuche.html

Wir wünschen dir viel Glück. 

 

Quelle: Häußermann Klaus/ Grotenhermen Franjo /Milz Eva (Februar 2017): Cannabis, Arbeitshilfe für die Apotheke, 1. Aufl., Deutscher Apotheker Verlag.

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