Edibles- Cannabis mit allen Sinnen genießen

Es sind Kekse, und Brownies zu sehen auf denen ein Cannabisblatt liegt. Darauf liegt ein Schild auf dem Edibles steht.
Edibles werden immer beliebter.

Der Begriff Edibles ist in Deutschland derzeit sehr populär. Und das seit der Veröffentlichung des Eckpunktepapieres durch den Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach im Oktober 2022. Dieses Eckpunktepapier enthält verschiedene Vorschläge, wie eine Cannabis Legalisierung in Deutschland aussehen könnte. Unter anderem ist darin festgehalten, dass Edibles in Deutschland NICHT legalisiert werden sollen. Dieses Eckpunktepapier muss von der EU-Kommission zwar erst noch abgesegnet werden, aber auf eine Änderung in diesem Punkt ist nicht zu hoffen.

Nichts desto trotz bleibt die Frage, was genau sind Edibles und warum sollen sie in Deutschland weiterhin illegal bleiben? Eine Antwort auf diese Fragen erhältst du in diesem Beitrag. Unter anderem lernst du etwas über die Vorteile und die Wirkungsweise von Edibles und warum sie bei den Konsument*innen einerseits sehr beliebt sind, andererseits aber auch für Abschreckung sorgen.

Was sind Edibles?

Edibles ist ein englischer Bergriff, der auf deutsch mit „Esswaren“ übersetzt wird. Allerdings hat sich dieser Begriff für Speisen und Getränke, die mit oder aus Cannabis hergestellt wurden, etabliert. Je nachdem, mit welcher Sorte und wie die Speisen hergestellt werden, können bei dem Konsum verschiedene Wirkungsweisen auftreten. Aber die wohl berühmteste Cannabisspeise ist der Space-Cake. Auch bekannt unter Hasch-Brownies oder Hasch-Kekse. Diese Leckereien werden hergestellt, um neben dem guten Geschmack des Cannabis, auch den wohltuenden Rausch des THC´s zu genießen.

Hier findest du ein Rezept für leckere Hanfplätzchen bzw. Hanfkekse.

Aufgepasst bei der Schreibweise

Ein kleiner Hinweis zur Schreibweise. Das Wort Edibles hat sich zwar im deutschen Sprachgebrauch integriert, aber die Schreibweise ist trotzdem noch die englische, und nicht die nach dem deutschen Wortlaut Edibels.

Die verschiedenen Edibles

Gebäck
Cannabis kann in so ziemlich jede Art von Speisen verarbeitet werden. Sehr beliebt sind, wie oben schon erwähnt, Kuchen, Kekse oder Brownies. Dazu veröffentlichen wir in den nächsten Wochen einige leckere Rezepte. Das Cannabis oder das Haschisch, das für die Produktion der Kuchen verwendet wird, kann THC beinhalten und somit den*die Konsument*in berauschen, oder die Kekse dienen als Einnahmequelle für CBD-haltiges Cannabis. Viele Menschen schrecken vor der Einnahme der Blüten ab, in welcher Form auch immer, und suchen sich passendere Alternativen.

Cannabisgebäck wird meistens mit einer selbst hergestellten Cannabisbutter gebacken. Ein Rezept dazu findest du im unten aufgeführten Link.

Getränke
Es gibt auch die Möglichkeit, fertige mit CBD angereicherte Getränke zu kaufen. Doch Vorsicht: die Getränke, die man im Supermarkt oder im Discounter kaufen kann, haben keinerlei gesundheitliche Wirkungen. Ganz im Gegenteil. Sie sind oft voller Zucker und Zusatzstoffen. Nur spezialisierte Hersteller vertreiben mit CBD angereicherte Getränke, und diese sind auch um einiges teuerer, als die Getränke im Supermarkt.

Man kann sich seinen Cannabistee oder Kakao selbst herstellen und dann die Wirkung genießen. Ein paar Rezepte zur Herstellung von Kakao oder Keksen, findest du bereits in dem Beitrag über die Weiterverarbeitung von Cannabis. 

Sublinguale Edibles

Hier sieht man ein umgelegtes Glas, in dem Gummibärchen mit Cannabis gemischt sind. Diese Gummibärchen sind Edibles.
Leckere CBD Fruchtgummis. Foto: elsa olofsson auf Unsplash

Edibles Gummibärchen 
Derzeit absolut im Trend sind zum Beispiel die CBD-Fruchtgummis. Das sind Gummibärchen die mit CBD angereichert sind und somit eine völlig neue Art des Konsums ermöglichen. Es macht einfach mehr Spaß ein leckeres Gummibärchen zu essen, als sich das  CBD-Öl unter die Zunge zu träufeln. Für viele ist es auch ein besserer Reminder, wenn sie daran denken sollen, ihre CBD-Gummibärchen zu essen, anstatt Tropfen oder Kapseln zu sich zu nehmen.

Ich habe von der Firma Naturecan Gummibärchen, angereichert mit CBD zum Testen erhalten. Das Ergebnis und eine genaue Erklärung zu den leckeren, mit CBD angereicherten Fruchtgummis, findest du in diesem Beitrag. Und wenn du selbst an den CBD- Fruchtgummis interessiert bist, dann folge diesem Link zu Naturecan. 

In Ländern, in denen Cannabis und Edibles legal sind, kann man auch Fruchtgummis und weitere Waren kaufen, die THC beinhalten und somit berauschend wirken.

Lutscher und BonBon´s
Auch das sind sublinguale Edibles, die die Einnahme leichter und wohlschmeckender gestalten sollen. Hier ist aber auch wieder darauf zu achten, nur von zertifizierten Herstellern die Produkte zu kaufen, wenn man eine gesundheitliche Wirkung erzielen möchte.

Folge diesem Link, wenn du Genaueres über die gesundheitliche Wirkung von CBD wissen möchtest. 

Was bedeutet das nun für die Legalisierung?

Das bedeutet, es wird in Deutschland keine THC-haltigen Edibles in spezialisierten Fachgeschäften zu kaufen geben, wenn die Legalisierung durch ist. Keine Hasch-Brownies, keine Space-Cakes und keinen THC-haltigen Süßwaren oder Getränke. Das ist sehr schade, denn jeder, der schon mal einen dementsprechendes Gebäck gegessen hat, weiß wie viel Spaß so ein Rausch und der dazu gehörende Lachflash machen kann. Vor allem der Vorteil der gesünderen und vereinfachten, diskreten Einnahme ist enorm.

CBD Edibles sind in Deutschland bereits legal und können somit legal gekauft und konsumiert werden. Für die Hersteller sind bestimmte Voraussetzungen und Punkte zu beachten, wie z.B. dass der THC- Wert des Produktes unter 0,2% liegen muss.

Vorteile von Edibles

  • Diskreter Konsum: die meisten angereicherten Speisen können schnell und ohne die Erregung von Aufmerksamkeit konsumiert werden. Ein BonBon lutschen oder einen leckeren Brownie essen, ist nicht auffällig und lässt auch nicht unbedingt den Konsum von Cannabis vermuten.
  • Eine gesunde Alternative: Wenn man das Gebäck selbst herstellt, weiß man was darin enthalten ist und man kann viele gesunde Zutaten wie Nüsse, Datteln und Zartbitterschokolade verwenden. Das schmeckt und ist gesund. Sehr viel gesünder als ein Konsum, der die Lunge belastet, wie zum Beispiel beim Rauchen eines Joints.
  • Das volle Spektrum ausnutzen: Bei der Beachtung der Temperatur und der Zeit bei der Herstellung der Edibles, und bei der Verwendung von hochwertigem Cannabis, hat man eine Bandbreite von gesunden Inhaltsstoffen, die man dann beim Konsum zu sich nimmt.
  • Leckerer Genuss: es ist nicht nur gesünder, sondern es schmeckt auch besser, ein feines Gebäck zu essen. Und es macht mehr Spaß, als die Verwendung von Kapseln und Tropfen.
  • Genaue Dosierung: Wenn man mit der Herstellung der Kekse oder des Kakaos in Übung ist und die benötigte Dosierung kennt, dann kann man die Edibles sehr gezielt herstellen und man weiß, welche Wirkung einen am Ende erwartet.

Nachteil

Nicht selbst hergestellte Edibles haben den Nachteil, dass sie sehr oft viel Zucker oder auch ungesunde Zusatzstoffe enthalten wie zum Beispiel Geschmacksverstärker. Vor dem Kauf der Produkte, sollte man sich gezielt mit den Inhaltsstoffen auseinandersetzen.

Außerdem kennt man nicht die Dosierung und man kann somit die Heftigkeit der Wirkung nicht einschätzen. Das ist vor allem problematisch bei THC Produkten.

Überdosis

Das ist sicherlich jede*r Edible Konsumten*in schon einmal passiert. Der Brownie war zu lecker, man konnte nicht abwarten oder sich nicht zurück halten und das Ergebnis ist eine Überdosierung. Letztendlich kann einem schlecht werden und/oder man muss sich übergeben, Schwindel kann einsetzen und im schlimmsten Fall schläft man auf der Stelle ein.

Wenn man zu viel von einem der THC-haltigen Edibles erwischt hat, dann kann dieser Rausch sehr lange anhalten. Das ist vor allem schlecht, wenn man diesen Zustand als unangenehm empfindet oder man in naher Zukunft einen Termin oder eine Verabredung hat.

Cannabis kann natürlich noch andere Nebenwirkungen mit sich bringen.

Schokolade in Hanfblattform ist zu sehen.
Auch Schokolade kann mich Cannabis angereichert werden.

Die Wirkungsweise von Edibles

Bis die Wirkung der Edibels einsetzt, kann schon einige Zeit vergehen (zwischen 30 bis 120 Minuten). Wie schon bei den Nachteilen erwähnt, kann das zu einer Überdosierung führen. Der*die Konsument*in denkt, dass das verzehrte Produkt nicht ausreichend war und greift nochmal zu. Oder der Keks schmeckt einfach zu lecker, man will mehr.

Die Wirkungsweise von Edibles tritt verspätet ein, da das Produkt noch verdaut werden muss, bevor es seine Wirkung entfalten kann. Das ist bei dem Konsum von einem Joint oder einem Vaporizer anders, dort tritt die Wirkung sehr viel schneller ein, meisten unmittelbar nach dem Konsum.

Bei der Einnahme von Edibles merkt man erst nach einer bestimmten Zeit, wie der Körper langsam beginnt zu reagieren. Das Ausmaß ist dabei von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Viele Faktoren spielen hierbei eine Rolle, wie Gewicht, Größe, Toleranz usw.

Die Wirkung der Edibles ist intensiver und hält auch länger. Das kann von Vorteil sein, wenn man CBD Edibles zur Beruhigung oder gegen Schmerzen anwendet.

 

In der Vorweihnachtszeit präsentieren wir euch ein paar leckere Edibles Rezepte, wie zum Beispiel die Herstellung eines leckeren Cannabis Eis.

 

Linkquellen: Hanfgartenshop

Verfasst von
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