Die Geschichte von Cannabis vor tausenden Jahren

Cannabis- die heilige Nutz- und Heilpflanze. Foto: freek-van-der-weijden-0V2g1aqIdr8-unsplash

Die Geschichte von Cannabis 

Vor 6000 Jahren war Cannabis in China schon weit verbreitet. Es diente zur Herstellung von Kleidung, Fischernetzen, zur Zubereitung schmackhafter Nahrung und als Lampenöl. Das machte die Pflanze für die Chinesen so wertvoll, dass sie diese als göttliche Pflanze bezeichneten. Vor allem aber wegen der Eigenschaft zur Behandlung gereizter Haut oder als Schmerzmittel wurde sie als Medikament genutzt. 2700 v. Chr. wurde Cannabis das erste Mal schriftlich, in einem dem Kaiser Shén – nung zugeschriebenem Arzneibuch, als Heilmittel erwähnt.
Vermutet wird, dass der Gebrauch von Cannabis sich in West- und Südasien durch die Nomaden verbreitet hat, bis es schließlich durch verschiedene Gezeiten und Umstände nach Europa und weiter nach Amerika gelangte. Hauptsächlich wurde es im 16. Jahrhundert als Nutzpflanze verwendet, doch auch weiterhin als Arznei.

Cannabis dient dem Menschen schon lange als wirkungsvolle Arznei

Weiter geht die Cannabisgeschichte in das 9. Jahrhundert

Aus mittelalterlichen Rezepturen ab dem 9. Jahrhundert geht hervor, dass bereits der Saft von Cannabis zur Behandlung von Ohrenschmerzen, Schmerzen und Geschwüre der weiblichen Brust sowie als wirksames Gegenmittel gegen den Biss giftiger Tiere und als Antiaphrodisiakum eingesetzt wurde. Im Jahre 812 beschrieb Karl der Große in seiner Landgüterverordnung den Umgang mit Hanf. Damals diente das Kraut zur Herstellung von Seilen und stabiler Kleidung. Auch Hildegard von Bingen bezeichnete Hanf als Heilpflanze und bediente sich an deren heilenden Wirkungen, z.B. zur Verdauungsförderung. “Bei Kranken verstärkt es die Kopfschmerzen, doch den Gesunden schadet es dagegen nicht.” Eine ähnliche Aussage traf der Arzt Galen im 2. Jahrhundert n. Chr.

Wann wurde Cannabis vom Nutz- zum Rauschmittel? 

Die Nutzung von Cannabis als Rauschmittel begann relativ spät in der Geschichte, und vermutlich wurde Hanf in Europa sogar noch vor der Einführung des Tabakrauchens geraucht. Kreuzfahrer aus dem Osten (11.-13. Jahrhundert) und später die Soldaten aus den napoleonischen Kriegen führten den Gebrauch von Hanf als berauschendes Mittel ein. Befestigt wurde die “Droge” allerdings erst Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Gruppe Künstler, Wissenschaftler und Literaten die zu dem Club der Pariser Haschischesser gehörten. Anschließend, zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzen immer mehr mexikanisch- amerikanische Arbeiter und Jazzmusiker in New Orleans (USA), Cannabis als Rauschmittel ein und von dort aus verbreitete sich die Nutzung von Cannabis als Droge weltweit. 

Wie ging die Geschichte weiter? Lies wie Cannabis zur Arznei wurde. 

 

Quelle: Häußermann Klaus/ Grotenhermen Franjo /Milz Eva (Februar 2017): Cannabis, Arbeitshilfe für die Apotheke, 1. Aufl., Deutscher Apotheker Verlag. 

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