Das optimale Licht beim Hanfanbau 

das optimale Licht beim Hanfanbau ist sehr wichtig. Foto: next Green wave auf Unsplash
das optimale Licht beim Hanfanbau ist sehr wichtig. Foto: next Green wave auf Unsplash

Licht für deine Cannabispflanze! 

Das optimale Licht beim Hanfanbau ist die wichtigste Grundlage beim Indoor Growing, denn der Hanf ist eine photosensible Pflanze. Das bedeutet, sie benötigt für das Wachstum und die Blütenbildung sehr viel Licht. Fehlt deinen Pflanzen jedoch das nötige Licht wachsen sie sehr langsam, bilden keine Blütenstände oder sie sind für die Herstellung von Cannabis ungeeignet. Aber es darf nicht irgendein Licht sein, es muss optimal an die Bedürfnisse der Hanfpflanze angepasst werden. In den unterschiedlichen Wachstumsphasen benötigt deine Cannabispflanze Licht mit unterschiedlichen Farbanteilen und auch unterschiedliche Tag-und Nachtzyklen. Denn durch die korrekt eingestellten Tag- und Nachtphasen schafft es die Pflanze überhaupt erst zu wachsen oder in die Blütephase zu gelangen.

Die Hauptfaktoren für deine Hanfplanzen

Das optimale Licht beim Hanfanbau bedeutet neben der richtigen Tages- und Nachteinstellung auch, dass das Licht das korrekten Lichtspektrum aufweist. Einfach gesagt wird dieses Lichtspektrum in Kelvin gemessen und gibt an, welche Farbtemperatur ein Leuchtmittel hat. Eine Leuchte mit einer niedrigen Kelvin-Zahl spendet “warmes” Licht und eine Lampe mit einem hohen Kelvin-Wert spendet “kühles” Licht. Die Cannabispflanze benötigt unterschiedliche Leuchtmittel mit unterschiedlichen Farbanteilen im Licht während ihres Lebenszyklus.

Aber nicht nur der Farbanteil im Licht und der Tag/Nachtzyklus müssen stimmen, die Hanfpflanze benötigt auch eine bestimmte Helligkeit für ein starkes Wachstum und gute Blüten. Die Helligkeit des Lichtes wird in Lumen gemessen. Eine durchschnittliche 400 Watt NDL bringt etwa 55.000 Lumen, von denen die Pflanze etwa 44.000 Lumen nutzen kann. Damit das Licht keinen Schaden bei der Pflanze anrichten kann musst du es auch mit genügend Abstand aufhängen. 

Das optimale Licht beim Hanfanfanbau in der vegetativen Phase

In der vegetativen Phase benötigt deine Hanfpflanze ein Licht mit einem hohen Blauanteil. Denn dieser fördert das Wachstum, verhindert das “Spargeln”  und hält die Abstände der Nodien gering. In dieser Zeit stellst du den Lichtrhythmus auf 18 Stunden Tag und 6 Stunden Nachtruhe ein, und das schon nach der Keimung des Samens. Während der Simulation der Nacht darf kein Licht an die Pflanzen gelangen. Als Leuchtmittel eignet sich für die Stecklinge und Jungpflanzen eine Leuchtstoffröhre oder eine Energiesparlampe. Für die Wachstumsphase empfiehlt sich eine NDL oder LED mit einem Kelvinwert von 5000-7000, z.B. eine “Son-T Agro” Lampe.

Die Jungpflanzen benötigen einen Abstand von 90-100 cm zum Licht und einen Wert 10.000 Lumen bei einer Leistung von 400 Watt pro Quadratmeter. In der Wuchsphase benötigten deine Hanfpflanzen einen Abstand von 60-80 cm zum Leuchtmittel und 25.000+ Lumen (400 Watt/qm). Eine NDL wird immer mit einem Vorschaltgerät und Reflektoren  verwendet. Da die NDL sehr heiß wird, empfiehlt sich die Verwendung von Cooltubes

Das optimale Licht beim Hanfanbau in der Blütephase

Sobald die Pflanzen groß genug sind um die Blütephase einzuleiten, benötigen sie einen hohen Rotanteil im Licht und das blaue Lichtspektrum muss reduziert werden. Hierfür eignet sich ein Leuchtmittel mit einem Wert von 2700-3200 Kelvin, z.B. eine “Son-T Plus”. Mit der Umstellung des Leuchtmittels wird auch der Tag/Nachtrythmus auf 12/12 Stunden eingestellt. In der Blütephase müssen deine Hanfpflanzen einen Abstand von 40-50 cm zum Leuchtmittel haben und ein Licht mit einem Lumenwert von 44.000+ bei einer Leistung von 400 Watt pro Quadratmeter. 

 

Tipp: UV- und Infrarotlampen ist als Licht für den Hanfanbau absolut ungeeignet und sollten nicht verwendet werden. 

Noch ein Tipp: du kannst, um deine Pflanzen näher an das Licht stellen zu können und um die Temperatur im Schrank zu senken, die vom Licht erzeugt wird, einen Cool Tube verwenden. 

Du siehst, es ist nicht schwer deinen Pflanzen das optimale Licht beim Anbauen zu ermöglichen. Sie werden es dir mit einer guten Ernte danken. Wie du das Licht für den Hanfanbau montierst, liest du im Beitrag: der Growroom

 

Quelle: Lizermann Lark- Lajon (2016): Der Cannabis- Anbau, der einfache Weg zum eigenen Homegrow, 7. Auflage, Nachtschatten Verlag . https://www.nachtschatten.ch/products/product_0555.html

 

Verfasst von
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