Cannabisanbau in Deutschland

Medizinisches Cannabis aus Deutschland

Seitdem durch das neue Gesetz die Verschreibung von medizinischem Cannabis legalisiert und vereinfacht wurde, steigt die Anzahl der Cannabis- Medizin Nutzer in Deutschland stetig an. Die höchste Anzahl der Verschreibungen geht an Patienten die an chronischen Schmerzen leiden, eine Chemotherapie erhalten oder die an verschiedenen, schweren Erkrankungen, wie Multipler Sklerose, erkrankt sind. Um diesen Patienten ausreichende Mengen an qualitativ hochwertigem Cannabis zu liefern, gibt es mittlerweile den Cannabisanbau in Deutschland. 

Deutschland setzt auf Marke Eigenbau

Bisher importierten die Apotheken die meisten Cannabisblüten aus Kanada und den Niederlanden (z.B. von der Firma Bedrocan®). Ein solcher Import sollte seit dem Jahr 2019 schon nicht mehr nötig sein. Denn der medizinische Cannabisanbau auf deutschem Boden, wird seitdem vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte vorangetrieben. Durch eine Ausschreibung erhielten die Firmen Aphria, Aurora und das Berliner Start-up Demecan die Erlaubnis in Deutschland Cannabis anzubauen. Aphria Deutschland ist eine Tochterfirma der kanadischen Firma Aphria, und Demecan GmbH gehört zu der ebenfalls kanadischen Firma Wayland. Diese Firmen sind Spezialisten auf dem Gebiet des Cannabisanbaus und werden diesen in Deutschland mit ihrem Wissen und Können etablieren. 

Seit dem Jahr 2020 sollte medizinisches Cannabis bereits in Deutschland angebaut und geerntet werden. Doch durch die Corona- Pandemie hat sich der Start (erneut) verzögert. Der Anbau läuft bereits, aber es wird noch kein Cannabis vermarktet. 

Galileo zeigt interessante Fakts zum Cannabis Anbau in Deutschland. 

Die Anlage für den Cannabisanbau 

Die Firma Aphria feierte Ende Juli 2019 Richtfest in Neumünster, Schleswig-Holstein. Für die 6000 Quadratmeter große Cannabisanbaustätte werden 14.000 Tonnen Stahlbeton verbaut mit 24cm dicken Wänden und über 400 Kameras. Hinzu kommen Sicherheitsanlagen wie Bewegungsmelder, eine umfassende Videoüberwachung und strenge Vorgaben für die Mitarbeiter und deren Arbeitsabläufe innerhalb der Anlage. Es ist somit die modernste und sicherste Anlage der Welt. Die Firma Aphria musste, um die Ausschreibung für den Anbau von medizinischem Cannabis zu gewinnen sogar ein Drohnenabwehrkonzept ausarbeiten und vorlegen. 1000 Kilogramm Cannabis- Blüten darf Aphria Deutschland zukünftig pro Jahr ernten.

Die Pflanzen werden strengstens kontrolliert, überwacht und die Ergebnisse dokumentiert. Beim Wechsel der Räume (welcher nicht jedem Mitarbeiter gestattet ist) wird die Kleidung gewechselt, um keine eventuell vorhandenen Krankheiten innerhalb der Pflanzen zu übertragen. Alle Gegebenheiten sind genauestens auf die Pflanzen abgestimmt. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Dünger und der Tag-und Nachtrythmus. All das, damit die Ernte ertragreich wird und das Marijuana die richtige Menge an THC und/oder CBD enthält. 

Die Gesetzeslage ist streng 

Das deutsche Betäubungsmittelgesetz gibt klare und strenge Gesetze vor, an die sich die Produzenten halten müssen. Zum Beispiel müssen die Blüten unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen bewacht werden. Sie werden im Cannabis- Anbaubunker in einem extra Raum gelagert, der ebenfalls 24cm dicke Stahlbetonwände hat. Also ein Tresor im Tresor. Ein erfolgreicher Einbruch und Diebstahl der Blüten ist somit ausgeschlossen.

Aber in diesen Tresorraum schaffen es auch nur die besten Blüten. Es ist vertraglich geregelt wie hoch der THC und/oder CBD Gehalt in den geernteten Blüten sein darf. Wird dieser Wirkstoffgehalt nicht eingehalten, ist also zu viel oder zu wenig THC/CBD  in den Blüten, werden diese vernichtet. Ist die Ernte aber wie sie sein muss, wird sie schließend an die Bundesrepublik Deutschland verkauft und diese kümmert sich dann um den weiteren Absatz.  

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